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Über uns
Es gibt für Unternehmen bezüglich der Herstellung und Verwendung chemischer Substanzen eine internationale Übereinkunft, die vorschreibt, dass Maßnahmen zur Minimierung schädlicher Wirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu treffen sind. Basierend auf dieser geteilten Auffassung überprüfen derzeit weltweit viele Länder ihre Bestimmungen bezüglich chemischer Substanzen.
Konica Minolta nimmt angesichts solcher internationalen Trends eine Führungsrolle ein und hat sich auf die Ausweitung seiner Vorevaluierung chemischer Risiken konzentriert, um die Emission von schädlichen Substanzen aus Produktionsprozessen zu reduzieren und das Sicherheitsmanagement für Arbeiter und Produktnutzer zu verbessern.
Der mittelfristige Umweltplan 2015, der mit dem Geschäftsjahr 2009 wirksam wurde, legt die Ziele für ein striktes Management von chemischen Substanzen unter Erfassung der gesamten Lieferkette* und die Reduktion der atmosphärischen Emission von flüchtigen organischen Zusammensetzungen (VOCs) fest, um das Risiko durch chemische Substanzen weiter zu verringern.
Im Rahmen der strikten Handhabung chemischer Substanzen in der gesamten Lieferkette hat Konica Minolta im Oktober 2009 sein grünes Beschaffungssystem modernisiert, um ein System einzurichten, das künftige Anforderungen an den Umgang mit chemischen Substanzen erfüllt. Im Geschäftsjahr 2010 führte die Gruppe eine umfassende Umfrage bei rund 2.000 Zulieferern aller Unternehmen der Gruppe in Japan und anderen Ländern durch, die das neue grüne Beschaffungssystem SIGMA verwenden. Auf der Grundlage der Umfrageergebnisse wird die Gruppe sicherstellen, dass keine verbotenen Stoffe verwendet werden, und die Verwendung sehr gefährlicher Stoffe allmählich reduziert wird.
Außerdem arbeitet Konica Minolta seit 1993 daran, in seinen Produktionsstätten weltweit die atmosphärischen Emissionen von flüchtigen organischen Stoffen (volatile organic compounds – VOCs), die von der Gruppe bezüglich Gefährlichkeit und verwendeter Menge als besonders riskant eingestuft werden, zu verringern. Die Gruppe hat systematisch daran gearbeitet, die Verwendung von äußerst gefährlichen Lösungsmitteln bis zum Geschäftsjahr 2010 zu eliminieren und Benzol, Formaldehyd, Chloroform und andere Stoffe nach dem Geschäftsjahr 2004 und den verbleibenden betroffenen Stoff 1,2-Dichloroethan nach dem Geschäftsjahr 2010 nicht mehr zu verwenden. Emissionen flüchtiger organischer Stoffe, einschließlich Lösungsmittel, haben sich aufgrund einer gestiegenen Produktion als Reaktion auf die wirtschaftliche Wiederbelebung im Geschäftsjahr 2010 erhöht. Die Gruppe hat jedoch die Zielvorgabe für das Jahr erreicht.

| Ziele | Ziele Geschäftsjahr 2010 | Resultate Geschäftsjahr 2010 | Ziel erreicht |
|---|---|---|---|
| Reduktion des Risikos chemischer Substanzen | * Neues System der grünen Beschaffung vollständig umgesetzt * Vorbereitung für die Einhaltung von China RoHS abgeschlossen*1 |
* Neues System der grünen Beschaffung vollständig umgesetzt * Vorbereitung für die Einhaltung von China RoHS abgeschlossen |
Ja |
| Atmosphärische Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs): –71% (auf Basis des Umwelteinflussindex*2) | -73% | Ja |
Konica Minolta setzt grüne Beschaffung um und beurteilt dabei die Bestandteile von Systemelementen und Komponenten und bevorzugt solche mit den geringsten Umweltfolgen. Konica Minolta hat hinsichtlich Konformität und Umweltsicherheit eine eigene Liste verbotener und meldepflichtiger Stoffe erstellt und die Gruppe arbeitet daran, Chemikalien, die sich nachteilig auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt auswirken, in seinen Produktionsprozessen und Produkten zu verringern oder zu beseitigen. Mit der Überarbeitung der RoHS-Richtlinie*1 werden in Zukunft die Richtlinien zur Verwendung chemischer Stoffe in Produkten verschärft und Stoffe, die Kandidaten für die Genehmigung sind, bzw. Stoffe, deren Verwendung Beschränkungen unterliegt, in die REACHVerordnung*2 aufgenommen. Als Reaktion auf die Regulierung dieser Stoffe begann die Gruppe im Oktober 2009, mit ihrem grünen Beschaffungssystem SIGMA, einer Neufassung eines früheren Systems, zu arbeiten. Die Instrumente sind jetzt in Chinesisch sowie in Englisch und Japanisch verfügbar. Durch die verbesserte Kommunikation mit Geschäftspartnern durch die Bereitstellung von Frage-Antwort- Unterstützung und von Informationen zu Vorschriften hat sich die Rücklaufquote von Umfragen auf etwa 95 % erhöht. Die Ergebnisse der Umfrage wurden regelmäßig von Experten in der Gruppe ausgewertet und die Wirtschaftsunternehmen erhalten Rückmeldung, um genauere Reaktionen und die Eliminierung von Teilen mit gefährlichen Materialien zu fördern. Auf diese Weise verbessert die Gruppe die Zuverlässigkeit der Risikovermeidung.

Konica Minolta hat in Zusammenhang mit der Einführung neuer Chemikalien ein System der Sicherheitsverifikation für die vorgelagerte Untersuchung des Risikomanagements etabliert. Wenn die Gruppe die Verwendung einer Chemikalie, die einen hohen Grad an Risiko darstellt, nicht vermeiden kann, wird die Konferenz zur Prüfung der Sicherheit einberufen, um strenge Kontrollanforderungen auszuarbeiten.
Im Geschäftsjahr 2008 überprüfte die Gruppe das System, um eine Neubewertung des Risikos einer gegebenen Chemikalie entsprechend den Änderungen in den verwendeten Mengen und den Verwendungsbedingungen zu ermöglichen. Dies hat eine umfassendere rationale Risikoeinschätzung möglich gemacht, die Produktsicherheit, Umweltschutz und Arbeitssicherheit berücksichtigt.

Als Teil von Konica Minoltas einzigartigem Zertifizierungssystem „Grüne Fabrik“ wurden Richtlinien für das Risikomanagement von Bodenverunreinigungen für eine umfassende Bewertung der Umweltschutzaktivitäten an den eigenen Produktionsstandorten festgelegt, da die Zertifizierungsstandards für Stufe 2 die Einhaltung dieser Richtlinien ab April 2011 voraussetzen.
● Das Risiko von Bodenverunreinigungen wurde durch Voruntersuchungen an Produktionsstandorten abgeschätzt, bei denen aus vergangenen Untersuchungen bekannt ist, dass ein hohes Risiko besteht.
● Werden Bodenverunreinigungen (über den Standardwert hinaus) festgestellt, werden Maßnahmen ergriffen, um Gesundheitsschäden zu vermeiden.
● Ebenso werden Maßnahmen ergriffen, um die Verunreinigung auf den Firmenstandort begrenzt zu halten.